So kurz nach Weihnachten ist es höchste Zeit, an das nächste Fest zu denken. Für die Rheinländer ist es der Karneval, für den nicht ganz so jecken Teil der Bevölkerung ist es das Osterfest.
Eltern wissen: Beide Feste sind auch bei Kindern außerordentlich beliebt, wie die kleine Geschichte aus Kindermund zeigt:
Philip fragt: „Du, Mama, heute ist doch Ostern, oder?“ Die Mutter: „Nein, heute ist Karfreitag.“ Philip: „Und was war am Karfreitag?“ „Am Karfreitag wurde Jesus ans Kreuz geschlagen.“ Philip sehr mitfühlend: „Oh, das ist aber ärgerlich, so kurz vor Ostern.“
14.Dezember 2009
heute vor 153 Jahren, am 14. Dezember 1856, war für Glücksritter ein besonderer Tag. Die Spielbank Monte Carlo nahm in Monaco in einer Villa am Hafen ihren Spielbetrieb auf.
Nun war das Unternehmen allerdings von wenig Erfolg gekrönt. Schon ein Jahr später gaben die ursprünglichen Lizenznehmer auf. Die Nachfolger wollten es besser machen. Sie bauten erst einmal ein größeres Haus – und häuften bis 1959 eine Million Franc Verluste auf. Das Casino wechselte abermals die Betreiber. Auch das fruchtete nichts. Die Rettung kam aus Deutschland: Am 1. April 1863 übernahm ein gewisser François Blank die Spielbank. Er hatte bereits die Spielbank in Bad Homburg gegründet und zum Erfolg geführt.
Blanc erkannte sofort, dass die bisherigen Probleme nicht zuletzt auf die schlechte Verkehrsanbindung und die fehlenden Hotels zurückzuführen waren. Blanc trieb deshalb den Bau von Hotels, der Uferstraße und der Bahnlinie voran. Am 1. Juli 1866 erhielt das Gebiet um das Spielcasino den Namen Quartier de Monte Carlo. Im Oktober 1868 wurde die Eisenbahnlinie eröffnet, was zu einer drastischen Zunahme der Besucher führte, und am 8. Februar 1869 schaffte Charles III. alle direkten Steuern ab. Der Staatshaushalt Monacos wurde von da an für etliche Jahrzehnte allein durch das Spielcasino gedeckt …
Sehen Sie: Es ist wieder die alte Geschichte: Es kann nie schaden, über den Tellerrand hinauszuschauen
18.November 2009
"Heute sollten Sie unbedingt einen Apfel essen. Denn vor 702 Jahren, am 18. November 1307 schoss – der Legende nach – Wilhelm Tell einen Apfel vom Kopf seines Sohnes. (Seien wir froh, dass die Kirschsaison bereits vorüber war.)
Auch der Papst wird recht froh über das heutige Datum sein. Denn heute vor 383 Jahren wurde nach einer Bauzeit von nur 120 Jahren der Petersdom in Rom durch Papst Urban VIII. eingeweiht.
Vor 81 Jahren erblickte Micky Maus das Licht der Filmwelt.
Vor 15 Jahren wurde die erste gentechnisch veränderte Tomate, die Anti-Matsch-Tomate, patentiert.
Und vor 13 Jahren ging die Telekom an die Börse. Vielleicht erinnern Sie sich:
„Wenn die Telekom jetzt an die Börse geht, geh' ich mit“, sagt Schauspieler Manfred Krug in zahlreichen Fernsehspots. „Sie könnten mir ja auch mal was nachmachen.“
„Die T-Aktie ist eine „Volks-Aktie“, sagt die Werbung - eine günstige und sichere Geldanlage für Millionen von Kleinaktionären.
Die Rechnung geht auf: Beim Börsengang am 18. November 1996 kaufen allein rund 1,9 Millionen Privatanleger Aktien zum Stückpreis von 28,50 Mark (14,32 Euro).
Wo steht die Aktie heute? Bei 9,77 Euro (Stand: 18.11., 10.15 Uhr). Das war mal ein lohnen-des Investment. Da möchte man den verantwortlichen Mickymäusen doch am liebsten eine Anti-Matsch-Tomate an den Kopf werfen … "
Günter Stein,
Chefredakteur FAQ Personal Daily