Auf die Frage „Was wünschen Sie sich für 2012?“ antwortete kurz vor dem Jahreswechsel ein Unternehmer: „Das dieser Bürokratie-Wahnsinn aufhört!“ Ein frommer Wunsch: Rund 90.000 Vorschriften (!) lasten derzeit auf Deutschlands Unternehmen.
„Bürokratie“ ist so ein schönes Wort … Und auch zutreffend. Die schönste Definition dazu findet sich in „Meyers Konversationslexikon“ aus dem Jahr 1894. Sie lautet: „Schreibstubenherrschaft“. Das können Sie heute wörtlich nehmen:
Der Anteil von EU-Recht an den in Deutschland geltenden Gesetzen liegt nach Studien der Bundestagsverwaltung bei mittlerweile rund 80 Prozent. Und da das Leben bekanntlich ein langer ruhiger Fluss ist, strömt aus Brüssel unablässig ein Strom neuer Regeln über das Land. Viele davon sind am Schreibtisch entstanden. Ganz nach dem Motto: Zuviel Praxisnähe schadet nur …
So wird der fromme Wunsch des Unternehmers wohl auch 2012 unerfüllt bleiben.
Doch wie sagte schon der britische Soziologe und Publizist Cyril Northcote Parkinson zum Thema Bürokratie? „Dass man mit Dienst nach Vorschrift die Urheber der Vorschriften lächerlich machen kann, ist eine herrliche Pointe der Bürokratie.“
Übrigens: Cyril Northcote Parkinson konnte beweisen, dass eine Behörde mit mehr als 1.000 Beschäftigten keinen Kontakt mehr zur Außenwelt braucht, um bestens beschäftigt zu sein. Vor allem mit sich selbst. In Brüssel arbeiten aktuell rund 25.000 Beamte…
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