Es gibt Sachen, die sollten Sie Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin derzeit nicht sagen. Zum Beispiel „Goldstück“. Auch Ihre Kinder oder Enkel sollten Sie keinesfalls als „goldig“ bezeichnen. Die „Bild“-Zeitung warnt zu Recht! Der Gold-Boom weltweit hat dramatische Ausmaße angenommen. Weil kaum noch ein Anleger den kleinen bunten Scheinen „former known as Dollar or Euro“ traut, ist Gold derzeit so beliebt und begehrt wie noch nie. Angeblich schlafen bereits zahlreiche Menschen mit Goldzähnen mit dem Kopf im Tresor, ganz nach dem Motto: Sicher ist sicher.
Doch wie sagte schon der deutsche Publizist und Aphoristiker Horst Skupy: „Über Goldbrücken gelangen Zahnärzte zum Wohlstand.“ Das stimmt nun nicht mehr ganz. Endlich betrifft es auch die Patienten! Und wer sich jetzt seine Partnerin nach der Zahl der Goldzähne aussucht, hat schon sehr viel für die Altersvorsorge geleistet …

G.Stein von 26.09.11


Man muss sich nur zu helfen wissen …

Denken Sie nur an jene Begebenheit
 
Nachdem der Polizist das gehört hat, ruft er über Funk sofort den diensthöheren Kollegen an, damit er von diesem Unterstützung bekomme. Das Auto wurde umstellt und als der Kollege eintraf, ging er langsam auf den Fahrer zu und fragte noch mal:

„Kann ich bitte Ihren Führerschein sehen?“
„Sicher, hier bitte.“ (Fahrer zeigt den gültigen Führerschein)
„Wessen Auto ist das?“
„Meins, hier sind die Papiere.“
„Können Sie bitte noch das Handschuhfach öffnen, ich möchte kurz prüfen ob Sie eine Pistole dort deponiert haben.“
„Natürlich gern, aber ich habe keine Pistole darin.“ (Natürlich war dort auch keine Pistole)
„Kann ich dann noch einen Blick in Ihren Kofferraum werfen? Mein Mitarbeiter sagte mir, dass Sie darin eine Leiche haben.“
Der Kofferraum wird geöffnet: keine Leiche.
„Das verstehe ich jetzt überhaupt nicht. Der Polizist, der sie angehalten hat, sagte mir, dass Sie keinen Führerschein hätten und das Auto gestohlen sei. Außerdem hätten Sie eine Pistole im Handschuhfach und eine Leiche im Kofferraum.“

„Na super. Und ich wette, er hat Ihnen auch erzählt, dass ich zu schnell gefahren bin ...“

Das sollten Sie wissen, wenn Sie eine Politesse beschimpfen

Am Wochenende werden Rekordstaus erwartet. Pfingsten … Und es ist schon merkwürdig: Während wir feiern, dass der Herr vom Himmel fuhr, fährt merkwürdigerweise an diesem Wochenende nichts mehr. Weil man im Stau steht.

Trotzdem sollten Sie sich so manche Flucherei gegenüber Ordnungshütern ersparen, denn die Zeitschrift „Capital aktuell“ hat die teuersten Vergehen im Straßenverkehr aufgelistet:

* Stinkefinger zeigen: 600 bis 4.000 Euro.
* „Leck mich doch!“ rufen: 300 Euro. Solange kein Stinkefinger dabei ist …
* Vogel zeigen kostet so um die 700 Euro … Natürlich, ohne auch noch „Leck mich!“ zu rufen …
* Die Aussage: „Idioten, ihr gehört in die Nervenheilanstalt!“ zwei Verkehrspolizisten zugerufen, kostet 1.500 Euro. Tipp: Je ausformulierter der Satz, desto teurer. Seien Sie also sparsam – dann können Sie sparen!
* „Fieses Miststück“: bis zu 2.500 Euro
* Witzbold: 300 Euro. (Was kostet dann wohl: „Du fieses Miststück bist ein echter Witzbold?!“)
* „Zu dumm zu schreiben“ sollten Sie Politessen oder Polizisten nicht zurufen: Kostet 2.500 Euro. Vorausgesetzt, Sie werden aufgeschrieben …
* Raubritter: 1.500 Euro (womit der Raubritter bei diesen Preisen eigentlich nur beweist, dass er wirklich ein solcher ist!)

Kleiner Extra-Tipp:
Sie können statt „Raubritter“ aber „Wegelagerer“ rufen. Denn Capital berichtet: „Ein Autofahrer, der bei einer Verkehrskontrolle einen Polizisten als ‚Wegelagerer‘ bezeichnet hatte, war 2004 in erster und zweiter Instanz zu 30 beziehungsweise 15 Tagessätzen verurteilt worden. Doch in der Revision wurde er vom Beleidigungsvorwurf freigesprochen. Die Begründung des Bayerischen Obersten Landesgerichtes lautete, dass dieser Begriff in der konkreten Situation vom Grundrecht auf Meinungsfreiheit gedeckt war.“

* „Alte Sau“: 2.500 Euro. Womit bewiesen ist, dass Säue teurer als Raubritter sind. Ein möglicher Grund dafür, warum Raubritter ausgestorben sind. Die fanden sich zu billig.
* Auch an ein geklopptes Schnitzel zu denken und „Bekloppter“ zu rufen, empfiehlt sich nicht. Das kostet auch durchschnittlich 300 Euro. Da kann man eine Menge gekloppter Schnitzel für kaufen …

Denken Sie sich im Fall der Fälle all das nur – und freuen Sie sich über das viele Geld, das Sie über Pfingsten dadurch verdient haben, dass Sie sich Ihren Teil nur gedacht, aber wirklich nichts gesagt haben … Wetten, dass das ertragreiche Pfingsttage werden …

Freitag 21. Mai 2010 von Günter Stein

Feiertage bedeuten für viele paar Tage Zusatzurlaub.

Falls Sie trotz allen Vorbehalten einer Pauschalreise nicht abgeneigt sind, ist opportun, folgende Tipps zur "Typologie des Pauschalreisenden" zu beachten:

"Der Jäger
Mit dem Urinstinkt seiner Vorfahren ausgestattet, jagt und sammelt er Schnäppchenangebote. Dazu hat er stets die Preis-Leistungs-Schere im Gepäck - oder wenigstens im Kopf. Selbstverständlich setzt er ganz klare Standards: Sommer, Sonne, Strand. Wieder zu Hause prahlt er gerne damit, wie geil Geiz ist. Dabei guckt er ein wenig verwirrt, weil er sich nicht mehr erinnern kann, wo genau er den Urlaub verbracht hat.

Der Narzsiss
Gibt es eine bessere Bühne als eine Ferienanlage? Das ist wie bei "Germany´s next Topmodel": Jeden Tag Schaulaufen und der direkte Vergleich. Waschbrettbauch und geölte Bräune kommen gut neben käsigen Waschbärbäuchen. Ein Muss ist daher Surfen oder Beachvolleyball, danach gehts´s zum Bodygrillen an den Strand. Einige erweitern dabei ihren Horizont, indem sie stundenlang aufs Meer starren.

Der Misantrop
Nichts ist für ihn schwerer zu ertragen als eine Reihe schöner Tage. Deshalb packt er Zollstock und eine die Frankfurter Tabelle ins Gepäck, eventuell prophylaktisch auch eine oder zwei Kakerlaken. Damit er das Zimmer vermessen und Missstände anklagen kann. Er fühlt sich stets hintergegangen, abgezockt und in Gefahr und ist erleichtert, wenn er wieder zu Hause ist und Beschwerdebriefe schreiben kann.

Die Kinderverchecker
Der gemeinsame Familienurlaub ist ihnen megawichtig, deshalb fahren sie stets in den Club XY, der bietet nämlich Kinderbetreuung von früh bis spät. Dann können Mutti und Vati ausschlafen, am Strand in Ruhe ihren John le Carré lesen und beim Golfen den Segen eines separaten Kinderabendessens preisen. Dass die lieben Kleinen während der gemeinsamen Familiensekunden richtige Stinkstiefel sind, weil sie lieber mit Papi Sandburgen bauen wollen, finden sie - bei dem Angbot und den Preisen - echt undankbar.

Der Sattesser (Übersollerfüller)
Bezahlt ist bezahlt - auch was man nicht konsumiert. Also ran an die Buletten. Wo es 24 Stunden zu essen gibt, ist man rund um die Uhr hungrig und spült den schalen Geschmack klaglos mit verdünntem Bier , billigem Schnaps und Cuvée aus Überproduktionen runter. Weil dem Sattesser permanent übel ist, wird die Belegung eines Liegestuhls zur ersten Pflicht am frühen Morgen, sonst hält man das niemals durch bis zum abendlichen Spaßprogramm mit Bumsmusik.
Hat er am Ende den Eindruck, mehr konsumiert als bezahlt zu haben, war es ein toller Uralub."

VON DOROTHEE FAUTH. Sonntag Aktuell, 28.März 2010

Bordleben und Unterhaltungsangebote

Da unser Schiff heute wieder einen Seetag hat, bleibt Zeit, ein Blick auf das wahre Bordleben zu werfen.

Insgesamt befinden sich nach Auskunft des Kapitäns Menschen aus 41 Nationen an Bord. Da sich das Gros der 2.700 Gäste aus Holländern, Italienern, Deutschen, Engländern und Franzosen sowie einigen versprengten Japanern zusammensetzt, müssen die übrigen 35 Nationen zum rund tausendköpfigen Personal gehören.

Die zahlende Kundschaft, setzt sich – unabhängig von der Nationalität – im Wesentlichen aus 4 Arten zusammen:

* Dicken Rentnern.
* Dünnen Rentnern (deutlich in der Minderheit).
* Dazwischen etliches Mittelalter ohne Kinder sowie ein schmaler Unterbau „Familie mit Kindern“.

Für die meisten der Rentner ist der Tagesablauf streng strukturiert. Er orientiert sich an de Essenszeiten:

* 5 Uhr: Frühstück für Frühaufsteher.
* Ab 8 Uhr: Frühstück in den Restaurants.
* 10 Uhr: die Pizzeria öffnet.
* 12 bis 15.00 Uhr: Mittagessen.
* 16 Uhr: Nachmittagskaffee.
* 18.00: Abendessen im Selbstbedienungsresturant.
* 18.30 Uhr und 21.00 Uhr: Essen im Restaurant.
* 21.00 Uhr: die Pizzeria schließt.
* 24.00 Uhr: Mitternachtssnack.

Dieser anstrengende Programmablauf lässt als weitere Unternehmung nur noch das Nickerchen am vorderen oder am hinteren Pool oder auf dem Sonnendeck zu. Wobei der gemeine Kreuzfahrer hierbei gleich zu Beginn der Reise sein festes Plätzchen belegt hat, dass es für den Rest der Fahrt zu verteidigen gilt. Rentner verteidigen ihren Platz dabei etwas strenger als das Mittelalter.

Zwar hat sich auch das Mittelalter in der Regel gleich zu Beginn der Fahrt für einen Pool entschieden, der für den Rest der Fahrt zum festen Anlauf- und Liegepunkt wird. Nur bei der Wahl der Liege zeigt man sich flexibler. Es darf auch mal eine Liege ein Stück mehr links oder rechts als am Vortag sein (sofern nicht bereits von einem sie hart verteidigendem Rentner belegt) – nur in der gleichen Reihe sollte die Liege auch für die Mittelalter-Gruppe schon stehen.

Eine Kreuzfahrt ist insofern für viele der Kreuzfahrer nichts anderes als eine Pauschalreise am Strand von Mallorca oder Fuerte Ventura, nur mit anderen Möglichkeiten:

Der Pool ist immer da – aber freundlicherweise wird er mitsamt einem selber durch die Landschaft und über das Meer transportiert.

Wem das nur am Pool liegen zu langweilig ist, kann sich an den Aktivitäten des Animationsteams beteiligen. „Basteln für Erwachsene“, „Wahl des Mister Schönste Beine“ oder den „Übungen für einen schlanken Bauch“, wobei merkwürdigerweise an den Übungen für den schlanken Bauch nur Menschen teil, die bereits einen schlanken Bauch haben. Die mit Bauch sitzen derweil in der Pizzeria, weil es noch ein wenig Zeit bis zum Programmpunkt „Öffnen des Selbstbedienungsrestaurants“ ist.

Meine Holde und ich aber haben irgendwie die Zeit nicht im Griff. Bislang haben wir es nicht ein einziges Mal geschafft, an einem dieser Angebote teilzunehmen. So sind uns, seit wir an Bord sind, auch das Wanderspiel „Ball und Tasse“ entgangen, das Gruppenspiel „Sultane gegen Omane“ und das Teamspiel „Arranka“. Selbst das „neckische Spiel für unsere erwachsenen Gäste“, „Fang den Luftballon“ haben wir verpasst. Ganz zu schweigen von den Bastelstunden.

„Wir müssen auch nicht alles mitmachen“, meint meine Holde tröstend zu mir, als ich ihr aus dem täglich neu an die Gäste verteilten Tagesprogramm vorlese, was wir wieder alles nicht geschafft haben. „Wir sind ja zur Erholung hier!“

Und damit hat sie recht. Außerdem gibt es ja noch das Abendprogramm: die „Faschingsparty für unsere Gäste – Kostümbasteln ab 22 Uhr, Karnevalsfeier ab 23 Uhr“ oder den „Karaoke-Wettbewerb mit unserem Disk-Jockey Mike ab 23 Uhr.”

Wem das zu spät ist, der kann schon um 19.30 Uhr im großen Theater „I have a dream“ anschauen, „Die Show unserer Mannschaft für Sie!“ Allerdings empfiehlt es sich, bei solchen Shows etwas weiter hinten zu sitzen, da ein Sitzplatz in der vorderen Reihe unzweifelhaft die eigene Teilhabe am Spektakel auf der Bühne bedeutet. Weshalb meine Holde stets in der letzten Reihe sitzt. Sicher ist sicher. Wobei ich eigentlich sagen müsste: „Sitzen würde“. Denn natürlich haben wir es bislang auch noch nicht einmal zu einer der Shows geschafft. Und genau das ist das Merkwürdige an Bord eines solchen Schiffes:

Eigentlich könnte man den ganzen Tag so viel tun – aber am Ende hat man nichts getan. Der Tag ist blitzschnell um – und man hat keine Ahnung, wo die Zeit geblieben ist. Womit der Beweis erbracht ist: Einfach mal Nichtstun ist eine Tätigkeit, bei der die Zeit rasend schnell vergeht. Und – ja, ich gebe es zu, es ist herrlich erholsam. Trotzdem:

Morgen, morgen nehme ich ganz bestimmt am Bastelkurs teil. Um 17 Uhr steht: „Wir basteln Keramik“ auf dem Programm. Allerdings zeitgleich mit „Bauch Beine Po – Teil 2“ und der „Herausforderung Playstation“ die allerdings mit dem „Tischtennis-Turnier auf Deck 5“ kollidiert.

Na ja, bis morgen ist ja noch ein bisschen Zeit. Und so lange verteidige ich meine Liege!

G.Stein "SteinsBlog" von 7.Mai 2010